1584- 1642 |
Im Truchseßischen und im Dreißigjährigen
Krieg aber, zwischen,
wurde das Kloster mehrfach eingenommen, teilweise niedergebrannt
und immer wieder verwüstet.In zwei Bauphasen |
1548-
1664 |
und von 1730 – 1740 wurde das Kloster
zu einer sehr bedeutenden Anlage wieder aufgebaut. Doch bereits |
| 1794 |
überfielen und plünderten französische
Revolutionstruppen das Kloster. Die umwohnende Bevölkerung
nahm den Rest. Das Kloster wurde schließlich Magazin und
Kaserne, die Kirche Pferdestall. |
| 1804 |
wurde das zerstörte Kloster mit Teilen
des Grundbesitzes vom französischen Fiskus zum Verkauf
angeboten und von den Brüdern Friedrich und Konrad von
der Leyen, Seidenfabrikanten aus Krefeld, gekauft. |
1870-
1876 |
Erst 1870 bis 1876 baute Mathilde Freifrau von
der Leyen Haus Meer vollständig wieder aus.
Während Mathilde in Bloemersheim wohnen blieb, zog ihr
Sohn Friedrich Ludwig Freiherr von der Leyen in Haus Meer ein,
von wo aus er als Mitglied des preußischen Herrenhauses,
Kommunalpolitiker, Landrat, Deichgräf, Vorstand zahlreicher
Vereine und Vorsitzender großer karitativer Verbände
und Einrichtungen, unter Anderem der Diakonie Kaiserswerth,
wichtige Zeichen setzte und Spuren seines Wirkens bis heute
hinterließ. Nach seinem Tode |
| 1935 |
zog sein Sohn Joachim nicht mehr nach Meer.
Bereiche des Schlosses wurden vermietet. |
| 1943 |
fielen das Schloß Haus Meer und Teile
der Wirtschaftsgebäude einem Luftangriff zum Opfer. Die
Wirtschaftsgebäude wurden zügig wieder aufgebaut,
das Schloß blieb Ruine und wurde |
| 1959 |
gesprengt und abgetragen.
Die beeindruckenden Kellergewölbe gaben noch lange Zeit
Zeugnis von der Größe dieses Schlosses und der wechselnden
Baugeschichte vom römischen Gutshaus bis zum klassizistischen
Schloß. |
| 1960 |
wurden Park und Schloßgrundstück
von Huberta Freifrau von der Leyen an den Gesamtverband er evangelischen
Kirchengemeinden in Düsseldorf verkauft. Es traf ihre Vorstellungen,
daß auf dem ehemals klösterlichen Grund eine kirchliche
Begegnungstätte entstehen sollte.
Es ist bedauerlich, daß dieses in der Tradition des Klosters
Meer stehende Projekt nicht verwirklicht werden konnte. |